Coverbild Die Tyrannei des Wachstums von Jason Hickel, ISBN-978-3-423-43373-0

Die Tyrannei des Wachstums

Wie globale Ungleichheit die Welt spaltet und was dagegen zu tun ist
E-Book
24,99 EURO
Hardcover
28,00 EURO
»Ein Buch voller Fakten, Zorn und Herzblut.« Anthony Loewenstein

Seit Dekaden hören wir, Entwicklung hilft: Die südlichen Länder der Welt schließen zum reichen Norden auf, die Armut hat sich in den vergangenen 30 Jahren halbiert, bis zum Jahr 2030 ist sie verschwunden. Das ist eine tröstliche Geschichte, die von Politik und Wirtschaft gerne bestätigt wird. Aber sie ist nicht wahr. In Wirklichkeit hat sich die Einkommenslücke zwischen Nord und Süd seit 1960 verdreifacht, 60 Prozent der Weltbevölkerung verdienen weniger als 4,20 Euro am Tag. Armut ist kein Naturphänomen, sie wird gemacht.

Armut ist kein Naturgesetz, sondern ein politisches Problem.
Jason Hickel entlarvt die Wachstumsideologie und zeigt auf, dass Armut ein politisches Problem ist, das von Industriestaaten gemacht wird. Deshalb kann Armut auch durch politische Lösungen abgeschafft werden. Voraussetzung ist eine Revolution im Denken.
Die wahre Ursache ist seiner Ansicht nach eine neue Art von Kolonialismus, ein Kolonialismus, der auf Anhieb gar nicht zu erkennen ist, zunächst sogar als hilfreich betrachtet werden kann. Das ist die internationale Schuldenpolitik, deren Drahtzieher mächtige Länder und mächtige Institutionen sind und von der sehr viele mächtig profitieren, nicht zuletzt die Banken.

Ein glänzend geschriebenes Buch mit provozierenden Thesen und Lösungsansätzen
Nur wenn wir in Zeiten von Klimawandel und Massenmigration unsere Ausbeutung der armen Länder beenden werden wir selbst eine Zukunft haben. Was müsste geschehen? Dafür hat Jason Hickel in ›Die Tyrannei des Wachstums‹ einige radikale Vorschläge.

»Dieses Buch wird das Verständnis für die Wirkungsweise des globalen Wirtschaftssystems radikal verändern.« Chang Ha-Joon, Autor von ›23 Lügen, die sie uns über den Kapitalismus erzählen‹

»Muss von allen gelesen werden.« Alnoor Ladha, Greenpeace

»Ein Buch voller Fakten, Zorn und Herzblut.« Anthony Loewenstein, Autor von ›Disaster Capitalism‹

»Ein außergewöhnliches, unverzichtbares und essentielles Buch über die Prozesse, die Verarmung erzeugen und verfestigen.« Firoze Manji, Autor von ›African Awakening‹

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eBook
Aus dem Englischen von Thomas Pfeiffer und Karsten Petersen
Deutsche Erstausgabe, 400 Seiten, ISBN 978-3-423-43373-0
Autorenporträt
Portrait des Autors Jason Hickel

Jason Hickel

Jason Hickel ist Anthroploge und lehrt an der London School of Economics. Er stammt ursprünglich aus Swasiland und hat einige Jahre bei Arbeitsmigranten in Südafrika ...
Buchspecial, Belletristik/Sachbuch
Special

Jason Hickel: Die Tyrannei des Wachstums

Seit Dekaden hören wir, Entwicklung hilft. Das ist tröstlich, aber leider nicht wahr. Zeit, mit den Mythen aufzuräumen.

Pressestimmen

Martin Bensmann, Biogas Journal, Januar 2019
»Dieses Buch sollte man gelesen haben. Autor Jason Hickel beschreibt, wie die globale Ungleichheit die Welt spaltet und was dagegen getan werden kann.«
wirtschaft, Januar 2019
»Ein glänzend geschriebenes Buch mit provozierenden Thesen und Lösungsansätzen. Was müsste geschehen? Dafür hat der Autor in seinem Buch einige radikale Vorschläge.«
getabstract.com
»Ein Buch mit einer geballten Ladung an Informationen und einer unmissverständlichen Botschaft (...).«
Fabian Brand, Borromäusverein, 7. August 2018
»Packend geschrieben, es bringt auch prägnant auf den Punkt, was andere bisher nur vorsichtig umkreist haben.«
Eva Mell, Sonntag, 7. Juni 2018
»Weil wir reich sind, müssen andere arm sein. Geht das auch anders? Der Anthropologe Jason Hickel rechnet mit dem Westen ab und fordert eine neue Weltordnung.«
Michael Lehmann, Hadler Kurier zum Sonntag, 02. Juni 2018
»Ein Buch, das sehr nachdenklich macht und aufrütteln sollte.«
Buch-Magazin, 1. Juni 2018
»Ein glänzend geschriebenes Buch mit provozierenden Thesen und Lösungsansätzen.«
Michael Holmes, NZZ am Sonntag, 27. Mai 2018
»Seine beeindruckende Anklageschrift belegt, dass sie keine schönen Worte und Almosen, sondern Gerechtigkeit brauchen.«
Martina Wehlte, Die Rheinpfalz, 23. Mai 2018
»Es ist eine Anklageschrift, aber auch ein inspirierender Weckruf.«
Jos Schnurer, social.net, 3. Mai 2018
»Dass Ungleichheit und Ungerechtigkeit erzeugendes Wachstumsdenken und -handeln ›Tyrannei‹ bedeutet und damit menschenfeindlich ist, bestimmt Hickels Analyse und die Feststellung, dass globale Ungleichheit die Welt spaltet. Er reagiert darauf nicht mit Achselzucken und Ignorieren, sondern mit Ideen und Vorschlägen. Es sind keine Rezepte und wohlfeile To do-Aufzählungen, sondern zum Mitdenken auffordernde, radikale Lösungsansätze, die die Ganzheit und Würde aller Menschen fordern.«
C3 - Bibliothek für Entwicklungspolitik, 1. Mai 2018
»›Den Verdammten dieser Erde‹ widmet der Ökonom dieses kurzweilige Buch, das vor Provokationen nicht zurückschreckt, hegemoniale Konzept infrage stelle und eine ›Revolution im Denken‹ fordert.«
Wolfgang Schütz, Augsburger Allgemeine, 24. April 2018
»Hickel hat viel Erschütterndes zu erzählen, das zugleich begreiflich macht, inwiefern die heutige Armutsmigration auch als historischer Bumerang der westlichen Ausbeutungsgeschichte zu verstehen ist.«
Richard-Heinrich Tarenz, Wild Magazin, 11. April 2018
»Ein Buch, das bereits eine weltweite Diskussion angestoßen hat und dringend zur Lektüre empfohlen wird. Was kann man mehr von einem Buch verlangen!«

Leserstimmen

Ihre Meinung
»Ein Mensch, 65 Jahre alt und 6,96 Meter groß?? Dieser Vergleich hinkt nicht!! Es ist lediglich das erhoffte jährliche Wachstum des BIP (Bruttoinlandsprodukt). Zitat von der Internetseite des statistischen Bundesamtes: "Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum." Wobei die Industrie von einem jährlichen Wachstum um 4% träumt. Was umgesetzt auf das Wachstum eines Menschen zwischen Geburt und dem 65ten Lebensjahr bedeuten würde, dass er ausgehend von durchschnittlich 52 cm Körpergrösse die stattliche Länge von 88,59 Metern (!) erreichen würde. Unvorstellbarer Wahnsinn. Ein ebensolcher Wahnsinn, belegt und nachprüfbar, wird durch dieses Buch nachgewiesen. Der Wohlstand, besser gesagt der übergrosse Konsum der Bevölkerung auf dem nördlichen Teil der Erde beruht auf der rücksichtslosen Ausbeutung der Bodenschätze und der Menschen auf dem südlichen Teil. Kolonien der Europäer in Afrika, in Südamerika, in Asien, gigantischer Menschenhandel in Form der Sklaverei. Wirtschaftsförderung und Industrieentwicklung in Europa und Nordamerika durch Zollschranken. Zur 'Not' hilft auch mal ein Krieg wie die beiden Opiumkriege der Briten gegen das selbstgenügsame Kaiserreich China (1839 bis 1842 sowie 1856 bis 1860). Von europäischen Grossmächten geführt, um der East India Company die chinesischen Absatzmärkte für das in der britischen Kolonie Indien/Bengalen produzierte Opium zu sichern. Hier und da mal ein Putsch, eine inszenierte Militärrevolte. Beispielsweise gegen 1953 gegen Mohammad Mossadegh im Iran durch die Operation Ajax, inszeniert vom CIA und den Briten. 1973 gegen Salvador Allende in Chile, inszeniert vom CIA. In Mittelamerika hatten die USA wer weiss wie oft die Finger im Spiel, um den Profit beispielsweise der United Fruit Company zu sichern. Das Deutsche Reich mit Ihrem gewaltsam realisierten Wunsch nach einem "Platz an der Sonne" inklusive Völkermord an den Herero und Nama. Frankreich in Nordafrika, Belgien im Kongo, Frankreich und Grossbritannien Hand in Hand bei der Zerschlagung und willkürlichen, rücksichtslosen Aufteilung des zerfallenen Osmanischen Reiches im sogenannten Nahen Osten (Syrien, Libanon , Jordanien, Israel, Iran, Irak). Die drei völkerrechtswidrigen Kriege der USA und aller Willfähriger im Irak. Die Aufzählung liesse sich beliebig weiterführen. Und wozu das Ganze? Um die Ausbeutung der südlichen Hälfte der Weltkugel, durch die die Profitmaximierung in der nördlichen Hälfte erst möglich wurde, fortsetzen zu können. Abgrasen der südlichen Hälfte nach möglichst billigen Arbeitskräften. Und das Alles dann mit vermeintlichen Wohltaten der als 'Entwicklungshilfe' getarnten Almosen im öffentlichen Bewusstsein verdecken. Wobei es sich verglichen mit den aus den 'Entwicklungsländern' gezogenen Profiten wirklich nur Almosen sind. Unter dem Deckmäntelchen des arbeitsplatzsichernden, notwendigen wirtschaftlichen 'Wachstums' ist offensichtlich jedes Staatsverbrechen zulässig. Obgleich es allen vernünftig denkenden Menschen klar sein muss, dass Wachstum irgendwann ein Ende hat, haben muss. Kein philosophisches Problem, sondern Tatsache. Jason Hickel geht in seinem vielbeachteten Buch nicht nur den Ursachen der völlig ungerechten Verteilung von Wohlstand im Norden, grenzenloser Armut im Süden auf den Grund. Er schildert ebenso unverblümt die Auswirkungen von Freihandelszonen, den im Hintergrund lauernden Risiken von Verträgen wie TTIP, NAFTA oder GATT, die tatsächliche Rolle von Organisationen wie WTO, IWF oder World Bank und so weiter. Auch diese Aufzählung liesse sich fortsetzen und fortsetzen und weiter fortsetzen. Der einzige relative Nachteil der 430 Seiten (davon 30 Seiten Quellenangaben) sind die vielen den Lesefluss störenden Abkürzungen der diversen Organisationen und Verträge. Aber um J. Hickels Argumentation nachvollziehen zu können, geht es nicht ohne diese. Schlussendlich verdeutlicht der Autor auch sehr eindrücklich, was mit der Erde geschehen wird, wenn der Tyrannei des Wachstums nicht aus zwingend notwendigen Gründen entsagt wird. Er belegt, was wegen dieser Tyrannei heute schon unwiderruflich verloren ist, was in absehbarer Zeit verloren gehen wird. Ebenso nachvollziehbar zeigt Jason Hickel auch auf, welche Wege aus den sich abzeichnenden Katastrophen (Flucht aus der Armut, Klimaveränderung, Erderwärmung, Umweltverschmutzung und Umweltraubbau, Schuldenkrise, Manipulation durch Werbung etc.) offen stehen. Die möglich sind und sein müssen. Auf Seite 364 zitiert Jason Hickel den Naturforscher Sir David Attenborough: "Wer an unbegrenztes Wachstum physischer Dinge auf einem physisch begrenzten Planeten glaubt, ist entweder verrückt oder Ökonom." Dem lässt sich nicht widersprechen.«
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